Eifach use!

Gestern hat im Schulhaus Munzinger der bike2school-Tag stattgefunden, um das 10-jährige Bestehen von bike2school zu feiern. Mit dabei war auch Fabien Rohrer, mehrfacher Snowboard-Weltmeister.

Fabien Rohrer. Auf dem Pumptrack lieber mit Skateboard als mit dem Velo unterwegs.

Fabien, warum bist du heute hier dabei?

Der Kontakt ist durch meinen Sponsor entstanden und dann hat mich Yvonne Müller, die Projektleiterin von bike2school, dafür begeistert. Ich erhalte immer noch viele Anfragen, kann jedoch leider nicht an jedem Event teilnehmen. bike2school ist aber eine tolle Sache, deshalb mache ich sehr gerne mit.

Was ist deine Rolle heute?

Ich bin heute wahrscheinlich einer der Älteren. Es geht darum, die Jugendlichen zu motivieren und ihnen die Freude an der Bewegung zu vermitteln. Und zu zeigen, dass der Herr mit den grauen Haaren immer noch auf dem Pumptrack fahren kann (lacht).

Du bist selbst Vater – dein wichtigster Tipp, damit Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen?

Eifach use! Ganz einfach. Die elektronischen Geräte beiseite legen und sich draussen bewegen. Man kann auch im Wald viel machen oder selbst Ideen entwickeln. Gerade vor oder nach der Schule ist es wichtig, dass sich die Kinder bewegen, wenn sie so lange still sitzen müssen. Das war für mich immer schwierig. Deshalb: ab nach draussen.

bike2school ist eine nationale Aktion von Pro Velo Schweiz zur Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche. Die Aktion motiviert Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Schweiz zum Velofahren. Denn: Wer Velo fährt, ist gesünder, lernfähiger und schult dabei auch noch das Verhalten im Verkehr. Klassen ab der vierten Primarstufe fahren während vier frei wählbaren Wochen innerhalb des Schuljahres so oft wie möglich mit dem Velo zur Schule. So sammeln sie Punkte und Kilometer im Wettbewerb um die attraktiven Klassen- und Einzelpreise. Begleitaktionen rund um die Themen Gesundheit, Ernährung, Umwelt oder Verkehrssicherheit bringen zusätzlichen Schwung in den Schulalltag und steigern die Gewinnchancen.

Yvonne Müller, Projektleiterin bike2school

Für Yvonne Müller, die Projektleiterin von bike2school, ist der bike2school-Tag eines der Highlights der letzten Jahre: «Ziel war es, so viele Kinder wie möglich fürs Velofahren zu begeistern. Und das geht am besten, wenn man es selbst ausprobiert. Deshalb steht der Pumptrack noch die ganze Woche hier.»

Wie schwierig ist es denn nun eigentlich, auf dem Pumptrack zu fahren? Finn, 12 Jahre, meint: «Nicht so schwierig, weil wir schon beim alten Schulhaus die gleiche Anlage hatten.» Für Finn ist aber nicht das Velo, sondern das Trottinett das liebste Fortbewegungsmittel. «Ich komme jeden Tag mit dem Trottinett in die Schule. Damit fahre ich auch in der Half-Pipe im Weissenbühl oder im Weierli, das ist mein Lieblingssport.» Dementsprechend sind auch nicht unbedingt Snowboarder wie Fabien Rohrer seine Sportidole sondern eher Freestyle-Trottinett-Fahrer wie Brendon James. Macht aber nichts – auf dem Pumptrack hat’s Platz für alle. (sw)

Finn, 12 Jahre. Kein Problem auf dem Pump-Track, ob mit Velo oder Trottinett.


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