Eine Tätigkeit, die Sinn macht

Die Sportbegeisterung von Kindern und Jugendlichen fördern – das will die Organisation «fit4future» mit ihren Sport-Camps erreichen, die mehrmals pro Jahr in verschiedenen Kantonen stattfinden. Bern gesund hat im Berner Camp vorbeigeschaut und mit Camp-Leiterin Helen Gyr gesprochen.

Helen Gyr, Camp-Leiterin

Bern gesund: Das Berner Frühlings-Camp findet dieses Jahr während vier Tagen statt. Wie läuft ein typischer Camp-Tag ab?

Helen Gyr: Die Kinder können morgens ab 07:30 Uhr kommen, bis neun Uhr müssen sie da sein und dann startet das Tagesprogramm. Von neun bis vier Uhr nachmittags bieten wir verschiedene Tages-Module an. Jedes dieser Module beinhaltet eine andere Sportart. Heute zum Beispiel gibt’s die Module „Boxen“, „Rock’n’Roll-Tanz“ und „Ultimate-Frisbee“. Die Kinder werden anhand ihrer Altersklasse in Gruppen aufgeteilt und nehmen dann über den Tag hinweg an allen Kursen teil. Zwischen vier und sechs gibt’s dann noch die abschliessende „fit4future-Time“, wo die Kinder selbst entscheiden können, womit sie ihre Zeit verbringen möchten. Manche spielen Karten, andere Fussball. Je nachdem, wie ausgepowert die Kinder zu dem Zeitpunkt sind.

Bern gesund: Heute ist der dritte Tag im Camp. Was waren bis jetzt die Highlights?

Helen Gyr: Ein Highlight ist sicher der heutige Tag – die Modul-Leiter sind extrem motiviert und das steckt natürlich auch die Kinder an. Es ist immer schön zu sehen, wenn die Kinder sich freuen, supergut mitmachen und Spass an den verschiedenen Sportarten haben.

Boxtraining

Bern gesund: Welche Ziele verfolgt ihr mit den «fit4future»-Camps?

Helen Gyr: Grundsätzlich möchten wir den Kindern möglichst viele Sportarten näherbringen, wobei manche, wie zum Beispiel Fahrradfahren oder Ringen, immer wieder angeboten werden. Die Camps finden ja in verschiedenen Schweizer Kantonen statt und die einzelnen Module werden dann von Personen aus jeweils ansässigen Sportvereinen geleitet. Am ersten Camp-Tag hier in Bern hatten wir zum Beispiel das Modul „Ringen“, das von der Ringerstaffel Sense aus Schmitten und dem RS Belp angeboten wurde. So lernen die Kinder unterschiedliche Sportarten kennen und wissen auch gleich, wo in ihrer Region ein entsprechender Sport-Club zu finden ist, bei dem sie mitmachen können, wenn sie möchten.

Ultimate Frisbee

Bern gesund: Sie sind schon seit 2013 als Leiterin bei «fit4future» engagiert. Welche sind Ihre persönlichen Beweggründe für Ihr Engagement?

Helen Gyr: Ich find’s einfach eine tolle Sache! Ich habe auch selbst früher viel Sport gemacht und weiss deswegen, wie viel man aus dem Sport ziehen kann. Ich finde das Konzept wertvoll für die Kinder und gleichzeitig kann ich mit dieser Arbeit neben dem Studium etwas Geld verdienen. Ich glaube, diese Camps zu leiten, ist etwas, das Sinn macht. (mg)


«fit4future» wurde 2005 durch die Cleven-Stiftung lanciert. Heute ist «fit4future» die grösste Gesundheitsförderungskampagne der Schweiz mit über 150 000 teilnehmenden Primarschulkindern. «fit4future» ist für alle Teilnehmenden kostenlos.