Pablo Lobsang bringt Kids das Skaten bei

Jeden Mittwoch Nachmittag vermittelt Pablo Lobsang seine Leidenschaft – das Skaten – an 1. – 4. Klässler. Wir stellen den ersten Skateboard-Botschafter von Bern gesund vor.

Das Angebot des Sportamts Bern für Kinder und Jugendliche ist beachtlich. Ein besonderes Highlight bieten die Skate-Stunden bei Sk8.be-Instruktor Pablo Lobsang. Jeden Mittwoch von Februar bis Juli lernen 7- bis 14-Jährige am Mitwoch Nachmittag auf dem Gaswerkareal skateboarden. Im Kurs geht es um Sicherheit, Balance und Technik auf dem Skateboard. Geübt werden natürlich auch klassische Tricks wie Ollies, Flips und Slides.

Hinter dem Angebot steht Pablo Lobsang vom Verein Sk8.be, der längst nicht nur Kindern Skateboarden beibringt. Wieso er der Richtige dafür ist, bei Kindern die Flamme fürs Skaten zu entfachen, erklärt er uns im Interview.

Pablo Lobsang, Sk8.be-Instruktor, 44 Jahre, Bern

Jeden Mittwoch gibts auf dem Gaswerk-Areal im Matte-Quartier Unterricht von Instruktor Pablo Lobsang.

Pablo Lobsang, was lernen die Kids in deinem Skate-Kurs?

Wir bringen den Kindern und Jugendlichen nicht das Skateboarden bei, das müssen sie selber lernen. Vielmehr entfachen wir das Feuer fürs Skaten. Vor jedem Kurs betone ich beispielsweise, dass Skaten ein Freestyle-Sport ist. Hier gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Mir ist es egal, ob die Kids auf dem Rollbrett stehen, sitzen oder liegen oder den Kopfstand machen. Hauptsache sie nehmen Rücksicht aufeinander und kümmern sich um ihre Kolleginnen und Kollegen, falls jemand hinfällt. Genauso wichtig ist es aber auch, sich für andere zu freuen, wenn ein Trick gelingt. Beim Skaten steht die Community im Vordergrund. Natürlich korrigieren wir als Instruktoren auch die Fussstellung und Technik der Kids; im Vordergrund steht aber, dass jede und jeder frei tun und lassen darf wie er oder sie will.

Wie bist du selbst zum Skaten gekommen?

Das ist schon so lange her, dass ich das nicht mehr so genau weiss (lacht). Ich habe ein Foto von mir vor 40 Jahren gefunden, auf dem ich auf einem Pennyboard stehe. Seit damals war das Skateboard für mich immer ein Lebensbegleiter.

Wieso bist du der Richtige, das Feuer fürs Skaten zu entfachen?

Skateboarden betrachte ich nicht als „normale“ Sportart, wo es auch mal um Drill und Disziplin geht. Eine Freestyle-Sportart wie Skateboarden hat auch immer ein kreatives Element drin. Wir fahren, damit wir ein Lächeln auf den Lippen haben, nicht um einen Pokal zu gewinnen. Diese Leidenschaft versuche ich den Kindern und Jugendlichen mitzugeben.

Der Verein Sk8.be hat wesentlich dazu beigetragen, dass letztes Jahr auf dem Vorplatz der Reitschule die SkateBowl eröffnet werden konnte. Wie erlebst du den Ort heute?

Die SkateBowl ist aus meiner Sicht eine grosse Bereicherung, das höre ich auch in meinem Umfeld und von Leuten vor Ort. Skaten kann gut auch an Orten stattfinden, die vorbelastet sind. Beim Skaten spielt es keine Rolle wer du bist, woher du kommst, wie alt du bist oder welche Sprache du sprichst. Vielmehr ist es eine Leidenschaft, die man teilt. Skater gehören auch nicht zu einer homogenen Gruppe, in der alle gleich angezogen sind, die gleiche Musik hören oder denselben Coiffeur haben (lacht).

Welche Projekte stehen für Sk8.be in nächster Zeit an?

Im Rahmen der Zwischennutzung werden wir im Spätsommer einen provisorischen Skatepark auf der Schützenmatte bauen. Der Sk8.be-Container als Anlaufstelle befindet sich bereits vor Ort. (jz)

Für Pablo Lobsang ist das Skateboard seit Kleinkindalter ein Wegbegleiter.

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Mach mit!

Kinder können sich telefonisch direkt beim Sportamt für die Mittwochskurse anmelden. Auskunft erteilt das Sportamt unter der E-Mailadresse bernbewegt@bern.ch oder der Telefonnummer 031 321 60 08. Neben den wöchentichen Kursen finden Fäger-Kurse im Weiherli statt, der nächste am 7. Juni. Hier geht’s zur Anmeldung.

Mehr Informationen über den Verein Sk8.be.